DRUCK und DICHTE (Gesetz von Boyle-Mariotte)  
 



Dieses Thema ist besonders für Einsteiger und Gelegenheitstaucher immer wieder wichtig.

Das physikalische Prinzip von Druck und Dichte beeinflusst erheblich unser Verhalten unter Wasser. Druckverhältnisse regeln unsere Verweildauer in bestimmten Tiefen, da sie Einfluss auf die Patialdrucke der eingeatmeten Gase haben. Zudem sind sie,
in Zusammenspiel mit dem Zeitfaktor verantwortlich für die Gasmengen, die sich während eines Tauchganges in unserem Körper ansammeln.

 
 

Letztendlich verdeutlicht diese Grafik auch sehr anschaulich, warum das langsame Auftauchen (nicht schneller als 10m pro Minute) und der Sicherheitsstop (Empfohlen: 3 Minuten bei 5 m) so wichtig für unsere Gesundheit sind.

Das Produkt aus dem Druck p und dem spezifischen Volumen V einer abgeschlossenen Gasmenge ist bei gleichbleibender Temperatur konstant: p x V = konstant

Eine komplizierte Art einen einfachen Sachverhalt zu erklären. Letztendlich bedeutet dieses Gesetz nur, dass sich mit einer Erhöhung des Drucks das Volumen verkleinern muss.

Für uns Taucher ist dies von entscheidender Bedeutung, denn überall wo wir luftgefüllte Räume haben, wird das Volumen beim Abtauchen verringert und muss gegebenenfalls ausgeglichen werden.

An der Wasseroberfläche (auf Meereshöhe) herrscht ungefähr ein Luftdruck von einem Bar. Beim Tauchen erhöht sich alle 10 Meter der Druck um ein weiteres Bar. Das Volumen muss sich also in einem abgeschlossenem Raum verkleinern. Auf 10 Meter Tiefe habe ich also einen Umgebungsdruck von 2 bar und somit ein Volumen von 50%.

Das ist der Grund, warum besonders auf den ersten 10 m beim Abtauchen auf einen guten Druckausgleich geachtet werden muß. So unglaublich das scheinen mag, aber nach 10 m Tiefe ist der Druckausgleich grundsätzlich kein Thema mehr.

 

 

 


 

 

 
  Der SPRUDELEFFEKT (Gesetz von Henry)  
 


"Die Menge eines in Flüssigkeit gelösten Gases ist abhängig von der Temperatur und dem Druck über der Flüssigkeit."

Wie die Grafik zeigt, steigt unter Erhöhung des Außendrucks die Löslichkeit von Gasen in Flüssigkeiten. (Zur Betrachtung des Sachverhaltes sei eine konstante Temperatur vorausgesetzt).

 
 

Das geschieht auch in unserem Blut und Gewebe, wenn wir tauchen. Wichtig ist daher, dass wir auf das langsame Auftauchen besonders achten müssen, um nicht den sogenannten Sprudeleffekt zu verursachen.

Wenn wir eine Sprudelflasche öffnen, nehmen wir sehr schnell den Druck von der Flüssigkeit. Der Effekt ist das sehr starke, schlagartige Entweichen der gelösten Gasperlen aus der Flüssigkeit.

Bei uns als Taucher hätte ein soch schlagartiger Duckabfall beim Auftauchen die Folge, dass die in unserem Blut gelöste Gase so stark ausperlten, dass sie zu ernsthaften Gesundheitsschäden führen könnten (Emboliegefahr).

Während des Aufstiegs wird das gelöste Gas über die Lunge wieder abgeatmet. Taucht ein Taucher jedoch zu schnell auf oder verletzt er die Aufstiegsvorschriften für Auftauchgeschwindigkeit und Sicherheitsstop, kommt es zu einem Überschreiten des Löslichkeitsprodukts. D.h. es können sich kleine Gasblasen im Gewebe oder im Blut bilden. Diese Gasbläschen sind die Ursache für das Auftreten der Symptome einer Dekompressionserkrankung.
 
 
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Jährlich sterben 10 Menschen durch Haiangriffe -
und 200 Millionen Haie durch Menschenhand.





 
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